Auf der Suche nach dem berühmten Flow

Du hast von diesem besonderen Erleben beim Spielen gehört und willst es auch
spüren. Vielleicht hast du schon einen kurzen Moment das Gefühl erlebt, jetzt „fließt“ es. So plötzlich wie es passiert ist, so schnell war es wieder vorbei.

Vielleicht denkst du aber auch. Ich habe erst begonnen, Klavier zu spielen. Das ist ein weiter Weg. Aus meiner Unterrichtserfahrung kann ich dir sagen, das hängt nicht davon ab.

Ja, so ist das mit diesem Zustand.
Er wird dir geschenkt. Du kannst ihn nicht festhalten. Du kannst ihn nicht erzeugen.
Und er macht süchtig nach mehr, länger und öfters. Am besten immer beim Spielen.

Manche erzählen davon, dass sie ein Werk öfters hintereinander wiederholen und dann ist die Bewegung stimmig, die Musik erklingt in uns und dann sind wir in diesem Flow.
Musik, Instrument, Mensch sind miteinander verbunden.
Es ist eine andere Art zu denken, zu spielen – frei und doch konzentriert.

Und dann kommt der Gedanke „Wow“ und draußen bist du.

Es stimmt, wir können den Flow nicht erzeugen. Doch können wir einiges tun, damit die Bedingungen optimal sind und er sich einstellen kann.

Nimm dir ein Musikstück, das dich ganz persönlich anspricht.
Bei dem du merkst, dass ist „meine“ Sprache.
Vom Spielniveau ist es am besten zu Beginn eines zu nehmen, dass dir leicht fällt und deinem Zugang entspricht.
Damit meine ich. Wenn du gleichbleibende Bewegungen liebst, dann suche dir ein Werk, das einen gleichbleibenden motorischen Ablauf hat.
Das Gleiche gilt für Melodien, Abwechslung, Harmonien.

Probiere auch verschiedene Tageszeiten aus.
Spiele in der Früh – bevor du in den Alltag gehst. Am Abend, Wochenende.
Verschiedene Intensitäten und Lautstärken. Mit und ohne Kopfhörer.
Vorher Sport oder Meditation oder Entspannung oder Yoga …
Da ist wirklich jeder Mensch einzigartig.

Und dann spiele.
Ohne zu kontrollieren und zu beurteilen.
Bewege dich dazu.
Sing mit.
Was auch immer

Lass dich beschenken.

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